Erschienen: Colours & Sounds – Storys und Malerei zur Rock-Musik

Helmut Wenske aka Chris Hyde ist Künstler durch und durch. Besonders die Musik hat es ihm angetan. Wer in der Rockmusik zu Hause ist, wird sicherlich schon ein von ihm gestaltetes Artwork in den Händen gehalten haben, immerhin hat er Albencover für Tina Turner, Creedence Clearwater Revival, Jimi Hendrix und viele mehr entworfen. In seinem neuen Werk bringt er nun Malerei und Rock-Musik zusammen und erzählt Anekdoten über Zusammenarbeiten, Entstehungsgeschichten von Bildern und Treffen mit Musiker:innen. Das Besondere an „Colours & Sounds“: Das Buch ist in Handarbeit entstanden, an der Schreibmaschine und mit Klebestift.

Kann auch bei uns per Mail bestellt werden: shop@exodusmagazin.de38,00 € (innerhalb Deutschlands portofrei).

Soeben für den Kurd-Laßwitz-Preis 2025 nominiert:

 

Das weiße Zelt

von Michael Schneiberg

Ich denke, wir waren eine ziemlich normale Familie. Nachdem meine Eltern Frank und Eva ihren großstädtischen Zyklus von Studentenleben, Zwei-Zimmer-Wohnung, Berufseinstieg und zögerlicher, aber letztlich überzeugter Familiengründung durchlaufen hatten, ließen sie sich in einer frisch sanierten Reihenhaussiedlung aus den 30er-Jahren in Köln-Nippes nieder. Mitten zwischen Menschen gleichen Schlages, linksbürgerliche, kritische Beobachter der Welt, mit einer Sehnsucht nach guter Nachbarschaft und dem Willen, eine richtige Entscheidung an die andere zu reihen.

Der Deutsche Science-Fiction-Preis 2024 für die »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«

geht an:
»Nicht von dieser Welt« von Aiki Mira, erschienen in »Nova 32«, p.machinery,

nova32

Die weiteren Platzierungen:
2. Platz: »Die Frau in der Wand« von Michael Schneiberg (EXODUS 47),
3.Platz: »Unterschied« von Jol Rosenberg, erschienen in »Queer*Welten 10«,

Der Zähler und der Monolith

von Wolf Welling

Der Auftrag

Ich hatte dem Amt erklärt, dass dies mein letzter Auftrag sein würde. Schließlich hatte ich im Alter von einhundertzwanzig Jahren meine Pensionsgrenze erreicht. Irgendwann ist es mal genug.

      Es ging in diesem Fall um Folgendes: Ich sollte das merkwürdige Verschwinden einer ganzen Kolonie auf dem Planeten Monolithos aufklären. Dort seien Gebäude, Werkzeuge, Fahrzeuge, Sendemasten und so weiter, alles Materielle vorhanden, nur die Menschen seien verschwunden, »so um die dreihundert« (Ich hasse solche Ausdrücke wie »so um«, »circa«, »irgendwie«, »oder so« – alles Ausdrücke verschwommenen Denkens).