Erschienen: Colours & Sounds – Storys und Malerei zur Rock-Musik

Helmut Wenske aka Chris Hyde ist Künstler durch und durch. Besonders die Musik hat es ihm angetan. Wer in der Rockmusik zu Hause ist, wird sicherlich schon ein von ihm gestaltetes Artwork in den Händen gehalten haben, immerhin hat er Albencover für Tina Turner, Creedence Clearwater Revival, Jimi Hendrix und viele mehr entworfen. In seinem neuen Werk bringt er nun Malerei und Rock-Musik zusammen und erzählt Anekdoten über Zusammenarbeiten, Entstehungsgeschichten von Bildern und Treffen mit Musiker:innen. Das Besondere an „Colours & Sounds“: Das Buch ist in Handarbeit entstanden, an der Schreibmaschine und mit Klebestift.

Kann auch bei uns per Mail bestellt werden: shop@exodusmagazin.de38,00 € (innerhalb Deutschlands portofrei).

Blumen für Lisa-9

von Uwe Post

Als wir Papa begruben, schien die Frühlingssonne auf Lisa-9 mit ihrem bunten Blumenstrauß.
      Niemand sprach, als Papas Urne am Fuße der alten Buche versenkt wurde. Mama presste die Lippen fest aufeinander. Der Friedwald-Angestellte nickte uns zu.
      Ohne Zögern trat Mama vor, griff zur Schaufel und ließ Erde auf Papas Urne prasseln.
      Sie hörte gar nicht mehr auf zu schaufeln.
      Der Mann vom Friedwald warf mir einen Blick zu. Meine Schwester aber war Luft für ihn.
      Meine kleine Schwester, die früher meine große Schwester gewesen war.
      Lisa war perfekt. Äußerlich neun Jahre alt. Für immer. Aber in Wirklichkeit erwachsen. Erwachsener als Papa, soviel stand fest. Sonst wäre das alles nicht passiert.
      Aber … vielleicht beginne ich besser am Anfang.

Soeben für den Kurd-Laßwitz-Preis 2025 nominiert:

 

Das weiße Zelt

von Michael Schneiberg

Ich denke, wir waren eine ziemlich normale Familie. Nachdem meine Eltern Frank und Eva ihren großstädtischen Zyklus von Studentenleben, Zwei-Zimmer-Wohnung, Berufseinstieg und zögerlicher, aber letztlich überzeugter Familiengründung durchlaufen hatten, ließen sie sich in einer frisch sanierten Reihenhaussiedlung aus den 30er-Jahren in Köln-Nippes nieder. Mitten zwischen Menschen gleichen Schlages, linksbürgerliche, kritische Beobachter der Welt, mit einer Sehnsucht nach guter Nachbarschaft und dem Willen, eine richtige Entscheidung an die andere zu reihen.

Der Deutsche Science-Fiction-Preis 2024 für die »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte«

geht an:
»Nicht von dieser Welt« von Aiki Mira, erschienen in »Nova 32«, p.machinery,

nova32

Die weiteren Platzierungen:
2. Platz: »Die Frau in der Wand« von Michael Schneiberg (EXODUS 47),
3.Platz: »Unterschied« von Jol Rosenberg, erschienen in »Queer*Welten 10«,